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er sucht sie südtirol Beetgeflüster – die Südengland-Leserreise

list of free trial phone chat numbers Himmel überm Paradies

free online dating sites san diego WESERBERGLAND / KENT / SUSSEX. Spätestens in Pashley Manor, „one of the finest gardens in England“, wie es in Großbritannien heißt, sind sie komplett verzückt, die Beetflüsterer aus dem Weserbergland. Gekommen, um zu bleiben, wenigstens für drei Tage.

Hopfentürme zeigen gen Himmel, Zinnien noch in voller Pracht: Spätsommerstimmung in Great Dixter Garden. Foto: ey

leute kennenlernen dornbirn Autor:

reiche russische frauen kennenlernen Jens F. Meyer

free dating site in luxembourg Sie laben sich an Erbsensuppe, Scones und Clotted Cream, genießen warme Sonne, schauen dem schwarzen Schwan Pashleys und seinem Entenstaat beim Paddeln zu. Gehen ihrer Wege, auf feinem Gras, an noch immer üppig blühenden Inseln entlang, über Brücklein und durch heckengesäumte Wege mäandernd, in Gruppen, in Paaren oder allein, die Extrovertierten wie die In-sich-Gekehrten. Keiner bleibt allein. Mit Bateman’s, der zum National Trust gehörenden Anlage, früher Anwesen des Dschungelbuch-Autors Rudyard Kipling, hatte diese Beetgeflüster-Leserreise von Dewezet und Pyrmonter Nachrichten, lange ersehnt und endlich vollzogen, verheißungsvoll angefangen. „Our England is a garden“, so beginnt Kiplings Gedicht „The Glory of the Garden“, und in der Tat folgten „glory days“, glorreiche Tage, für 38 besondere Pflänzchen, die schlussendlich – wie das in einem gemischten Staudenbeet nicht anders ist – zu einer kunterbunten Gemeinschaft zusammenwuchsen.

mann sucht frau konstanz Aus sechs Gärten werden spontan sogar sieben. Penshurst Place stand gar nicht auf der Agenda, „aber wir müssen ein bisschen Zeit überbrücken, ich habe das deshalb noch organisiert“, sagt Manuela Fraenkel, die aus Edinburgh in Schottland kommende Reiseleitung, die leidenschaftlich erklärt, so leidenschaftlich, dass William, der Eroberer, Brexit, der Vermaledeite, und Vita, die Königin des weißen Gartens, bisweilen nur wenige Silben auseinander liegen. Gedanken schweben durch den Bus der Firma Held-Reisen, dem eine große Rattenfänger-Figur auf dem Lack foliert wurde, weshalb manche Briten freundlich winken. Parallel-Welten erheben sich aus Cottagegärten und kleinen Häuschen mit riesenhaften Schornsteinen und verdampfen, so schnell sie heranfliegen. Urige Örtchen wie Linton zeigen, wie das Leben schöner kaum sein könnte: auf der einen Straßenseite die Kirche, auf der anderen das Pub. Erst ein Wein beim Abendmahl, dann ein Bier mit Freunden. Die Fantasie schlägt gerade Purzelbäume.

single bells kostenlos anschauen Nymans Garden, betörend blühend noch in diesem späten Licht, da die kalten Nächte des nahen Herbstes wie ein Damoklesschwert über der frierenden Tithonia dräuen, entflammt mit dunkellaubigen Dahlien, Salbei-Arten und zauberhaftem Heidegarten. Blütenfeuer züngeln heißer als erwartet, das Herrenhaus hat seinen Brand indes längst gehabt. Die Ruine erhebt sich als Wahrzeichen im Zentrum des Parks und wird von Kletterpflanzen umwo(r)ben. Das Unheil von damals wird nicht besser, aber das Dunkel der Vergangenheit ist das Licht der Gegenwart.

An einer Bank mit unbekanntem Mädchen und Hund: Jutta Reimann, Elfi Manke, Brigitte Diederichs und Birgit Gawronski (v.l.)
  • An einer Bank mit unbekanntem Mädchen und Hund: Jutta Reimann, Elfi Manke, Brigitte Diederichs und Birgit Gawronski (v.l.)
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Besondere Aussicht auf eine Skulptur im berühmten Sissinghurst Garden. Fotos: sas / ey
  • Besondere Aussicht auf eine Skulptur im berühmten Sissinghurst Garden. Fotos: sas / ey
Ingelore Köster aus Bad Pyrmont im Rhododendronastgewirr im Sheffield Park Garden.
  • Ingelore Köster aus Bad Pyrmont im Rhododendronastgewirr im Sheffield Park Garden.
Zwischen Eiben-Eichhörnchen in Dixter: Ulrich Hilker und seine Ellen aus Hämelschenburg.
  • Zwischen Eiben-Eichhörnchen in Dixter: Ulrich Hilker und seine Ellen aus Hämelschenburg.
Gudrun und Andreas Nagel aus Welliehausen sind vollkommen begeistert vom Fette-Hennen-Feld in Pashley Manor. Fotos: ey
  • Gudrun und Andreas Nagel aus Welliehausen sind vollkommen begeistert vom Fette-Hennen-Feld in Pashley Manor. Fotos: ey
An einer Bank mit unbekanntem Mädchen und Hund: Jutta Reimann, Elfi Manke, Brigitte Diederichs und Birgit Gawronski (v.l.)
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Besondere Aussicht auf eine Skulptur im berühmten Sissinghurst Garden. Fotos: sas / ey
Ingelore Köster aus Bad Pyrmont im Rhododendronastgewirr im Sheffield Park Garden.
Zwischen Eiben-Eichhörnchen in Dixter: Ulrich Hilker und seine Ellen aus Hämelschenburg.
Gudrun und Andreas Nagel aus Welliehausen sind vollkommen begeistert vom Fette-Hennen-Feld in Pashley Manor. Fotos: ey

gratis dating plattform gratis Hier ist Himmel überm Paradies, wo die Beete organisch von Graswegen durchkreuzt sind und Ulrich Hilker aus Hämelschenburg irgendwie die Spur seiner Frau vorübergehend verloren hat. „Diese Stimmung ist unfassbar. Grandios“, sagt er und geht und staunt und fotografiert so begeistert wie die Nagels aus Welliehausen, Gudrun und Andreas. „Ich habe drei Jahre gesucht, um eine Südengland-Reise zu finden, die Pashley Manor, Great Dixter Gardens und Sissinghurst Castle Garden beinhaltet“, sagt Gudrun Nagel, selbst Gärtnerin aus Leidenschaft. Die Beetgeflüster-Reise habe ihr das endlich in einem Rutsch ermöglicht. In weißen Wolkenfetzen scheinen die Namen der noch kommenden Ziele auf blauem Papyrus gescribbelt. Morgen ist’s so weit. Und Ulrich Hilker hat seine Ellen übrigens auch wiedergefunden.

thai heiraten partnervermittlung Der Morgen stirbt nie, nicht mit englischem Frühstück im Hotel Bridgewood Manor bei Chatham: gebackene Bohnen, Speck, Würstchen, Spiegelei, Porridge, Toast und bittersüße Orangenmarmelade. Das schmeckt nicht nur Mitreisenden wie Renate Weber, Heike Wille und Ulrich Wellhausen, die sich schon seit Wochen auf diese Fahrt gefreut hatten. Drei Tage lang Hüftgold. Aber noch mehr Appetit als aufs Essen haben sie ohnehin auf Blumen und Blütensushi, wie auch Helga Schulz und Gisela Brodersen. „Wir gehen hier mit Staunen durch die Gärten und bleiben immer wieder stehen, um zu genießen.“ Und Ingeborg Kaiser sagt: „Ein Gartentraum nach dem anderen: Das muss die Dewezet nächstes Jahr wieder machen!“ So viel Lob, da wird selbst ein sonst so selbstbewusster Redakteur rot. Ein neuer verheißungsvoller Tag im Garten Englands also. Busfahrer Claus Kretschmer bugsiert das 14-Meter-Geschoss mit 460 Pferdestärken in aller Gelassenheit. Südenglische Straßen sind nicht gerade für ihre Breite bekannt, aber „das klappt schon“. Bisweilen passt keine Zeitung zwischen Blech und Blech, zumindest keine Samstagsausgabe. Übermannshohe Hecken säumen die Straßen, und wo sie es nicht tun, strecken Eichen und Kastanien krakenhaft ihre Äste wie Arme aus, von beiden Seiten, und machen Hauptstraßen zu grünen Tunneln.

best german dating sites free Claus Kretschmer bleibt cool, und aus den Oho-Effekten der Fahrt werden Aha-Effekte in den Gärten und Parks. Einen schönsten gibt es so wenig, wie es eine schönste Blume jemals geben kann. „Die Gärten sind sehr unterschiedlich, man kann sie nicht miteinander vergleichen, sondern nur genießen“, sagt Elfi Manke, total froh darüber, im Frühling diese schnell ausgebuchte Beetgeflüster-Tour klargemacht zu haben. „Ich bin total begeistert!“ Mit Ausrufungszeichen lobt auch das Ehepaar Ulrike und Klaus-Werner Scholz seine Entscheidung, das Optikfachgeschäft am Brunnenplatz in Bad Pyrmont einfach mal für ein paar Tage zu schließen und lieber den Blick in Sachen Blumen, Blüten und Gehölze zu schärfen. In der Ruhe liegt die Kraft, ist doch so.

free dating sites kingston ont Das gilt insbesondere auch für die Gärten, denn sie sind nicht über Nacht entstanden, sondern haben sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt. Great Dixter Garden elektrisiert sie alle; kein Entdecker aus dem Weserbergland, der von der fröhlichen, herzlichen Spannung dieser des Gartenpoeten und Gärtners Christopher Lloyd, kurz: Christo, zu Weltruhm verholfenen Wunderwerk nicht inspiriert wird. Heute sorgt Chefgärtner Fergus Garrett im Sinne Christos für den Himmel auf Erden. Im Exotic Garden wachsen Bananenstauden mit Früchten, Canna und Neuseeland-Flachs; es ist ein kleiner Dschungel aus großblättrigen Pflanzen hinter einem Schuppen. Die Long Border sieht auch jetzt, nach einem heißen Sommer, noch immer fantastisch aus, und im Senkgarten vor der großen Scheune horchen sie in sich, die Aufgeweckten wie die In-sich-Gekehrten, bei Gräsern, Fackellilien, Feinstrahl und Wasserspiel. Und Isabell Vanoli aus Tündern, mit ihrem Mann Klaus hier den 44. Hochzeitstag feiernd, lässt sich dann doch dazu hinreißen, ihn, Great Dixter, den Garten des gütigen, 2006 verstorbenen Christo Lloyd, dessen Seele über diesem friedvollen Flecken Großbritanniens schwebt, als den schönsten zu erachten: „Diese Ruhe, diese Ausdruckskraft, fantastisch!“

online gay dating in mumbai Es ist eine ansteckende Freude über Blühendes und Verblühtes, über Kunst und Natur, über Geschichte und Gegenwart. Waltraud Kleppek aus Klein Berkel hat sich ein paar Samen stibitzt, hier und dort am Wegesrand, nichts Verwerfliches. „Mal sehen, was daraus wird. Die bringe ich in unserem Garten in Klein Berkel aus, im nächsten Jahr“, sagt sie. Ihr Mann Franz-Joseph hält’s eher mit Gemüse, kümmert sich zu Hause um die Kartoffeln, von denen es hier wenige gibt. „Trotzdem schön“, sagt der 84-Jährige. Spätestens im Sheffield Park Garden hat er die Erdpommes ohnehin vergessen: Zu bewegend ist der Anblick dieser Landschaft mit den vier Seen, zu intensiv die Erfahrung mit der Natur, als dass hier überhaupt noch jemand an Zuhause denken würde geschweige denn an Kartoffeln. Die Herbstfärbung setzt ein, Rot und Gelb spiegeln sich im himmelblau reflektierenden Wasser. Ein muskulöses Spiel aus Schönheit und Erhabenheit, 40 Hektar umfassend, mit verschiedensten Ahornen, Mammutbaum, Kupferfelsenbirnen. Und Rhododendren, riesigen Rhododendren. „Oh, ist ja Wahnsinn“, sagt Ingelore Köster. Für ein Foto nimmt die Bad Pyrmonterin Platz im riesigen Astgewirr.

single portal kostenlos für frauen Man sagt, es sei ein Traumjob, Unkraut in Nymans Garden oder Pashley Manor jäten zu dürfen; die Freiwilligen würden Schlange stehen. Man sagt, es gibt kein Unkraut, sondern nur Pflanzen an einem falschen Ort. Und man sagt, dass alles seine Zeit hat, weshalb Vita Sackville-West, berühmte Gartenarchitektin und Schriftstellerin sowie einstige Besitzerin von Sissinghurst Castle Garden, schrieb, dass der Winter zusehen muss, „wie er mit ein paar wenigen winterfesten Sträuchern und ein paar frühen Knollen zurechtkommt“. Die Dramaturgie dieser Reise hätte wohl nicht besser sein können, denn Sissinghurst, schon mehr als nur ein bisschen verwelkt und mit leider geschlossenem Obstgarten, ist der Abschluss dieser Entdeckungsreise. Nach Tagen der Sonne ziehen Wolken auf; dem Herbst wird sicher ein Winter folgen, den Vitas stilles Schweigen über ihrem Garten beschwört, ein Winter, in dem die Beetflüsterer aus dem Weserbergland in blütenreichen Erinnerungen schwelgen an eine segensreiche Reise durch Kent und Sussex, den Garten Englands.

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