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falkensee single Hörsturz und Tinnitus – beides eine Folge von Stress

free chat rooms in canada Plötzlich schaltete das Ohr ab. Manuela W. war im Auto unterwegs zu einem Seminar, als sie die Musik aus dem Radio nur noch halb so laut wahrnahm: Ihr rechtes Ohr war von einer Minute zur nächsten taub.

Hörsturz

„Als wäre das Ohr mit ganz viel Watte zugestopft, hörte sich auf einmal alles dumpf an“, erinnert sie sich. Angst überkam die leitende Angestellte jedoch erst, als der Zustand Minuten später immer noch anhielt. An der nächsten Raststätte sagte sie ihre Termine ab, kehrte um und begab sich sofort zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Diagnose: Hörsturz. Bei der Ursachenforschung tappen die Wissenschaftler noch immer im Dunkeln. Wie beim Tinnitus gilt jedoch auch beim Hörsturz Überlastung als möglicher Auslöser. Vermutet wird teilweise eine psychosomatische Reaktion: Der Körper trifft zum Schutz gegen zu viel negativen Stress die unterbewusste Entscheidung zum Abschirmen gegen die Außenwelt und blockiert das Ohr. Bewiesen ist das zwar nicht, doch Fakt ist, dass Stress Entzündungen oder Durchblutungsstörungen im Ohr begünstigen kann. Bei einem Hörsturz werden die Sinneseindrücke ab dem Innenohr nicht mehr richtig weiterverarbeitet. Die Informationsübermittlung ans Gehirn ist gestört. Meist hält ein Hörsturz maximal 48 Stunden an und wird von Fachärzten daher nicht als Notfall eingestuft. „Nicht jeder Hörsturz bedarf einer Behandlung“, heißt es dazu in der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Sie nennt ohnehin keine „kausale Therapie“, weil die Ursache für das Krankheitsbild unklar sei. Ein Patentrezept gibt es also nicht. Die in der Leitlinie zusammengefassten Empfehlungen zur Behandlung stützen sich allenfalls auf „empirische Therapieverfahren, die einen positiven Einfluss auf die Erholung des Gehörs erkennen lassen“. Dazu zählt in erster Linie die Behandlung mit Kortisonpräparaten in Form von Tabletten, als Infusion oder Spritze direkt ins Ohr. Der Wirkstoff soll den Flüssigkeitshaushalt im Innenohr regulieren und Entzündungen hemmen. Allerdings ist die Wirksamkeit dieser Therapie bei einigen Experten mittlerweile umstritten. Manuela W. brauchte all dies nicht. Am nächsten Tag war das Taubheitsgefühl verschwunden. Dennoch habe ihr der Arzt zu mehr Ruhe und Schlaf geraten. „Ich versuche jetzt die Sachen bei der Arbeit entspannter anzugehen, mich selbst nicht so unter Druck zu setzen“, sagt sie ein Jahr später. Bislang hat sie keine Probleme mehr mit den Ohren gehabt. Doch ein Hörsturz kann durchaus negative Folgen nach sich ziehen: Bei zehn bis zwanzig Prozent der Betroffenen bleiben Hörminderungen. Schmerzen verursacht ein Hörsturz dagegen nicht. Der Tinnitus wiederum ist ein Symptom, das bei einem Hörsturz auftreten kann. Klingt dieser ab, verschwindet auch das Ohrgeräusch in der Regel. Chronisch ist der Tinnitus, wenn er mehr als drei Monate anhält. Er wird zwar nicht unmittelbar durch Stress ausgelöst. Doch psychische Faktoren begünstigen die Entwicklung. So haben Menschen mit starken Ohrgeräuschen häufig schon eine Vorerkrankung in Form einer Depression oder Angststörung. Das Ohrgeräusch tritt ebenso wie ein Hörsturz plötzlich und ohne jede Vorwarnung auf.
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